KI-Projekt des TuS Blankenstein
Wenn der Verein rechnen lernt
Der TuS Blankenstein setzt Künstliche Intelligenz dort ein, wo sie im Vereinsalltag am meisten Zeit spart: in der Buchhaltung. Damit wir das erproben können, suchen wir einen Rechner.
Von der Rechnung zum Entwurf
- Der Beleg kommt an. Rechnungen und Gutschriften erreichen uns digital.
- Die KI liest ihn aus. Betrag, Datum, Empfänger, Steuer — automatisch herausgelesen.
- Ein Entwurf entsteht. Der Buchungssatz wird vorbereitet, die Rechnung hängt daran.
- Ein Mensch gibt frei. Geprüft und freigegeben wird von Hand. Nichts bucht von allein.
Warum wir das machen
In einem ehrenamtlich geführten Verein bleibt die Verwaltung an wenigen Personen hängen. Jede Rechnung muss heute geöffnet, der Empfänger gesucht, Belegart, Datum, Betrag und Steuerkategorie bestimmt und von Hand in das Buchhaltungsprogramm eingetippt werden. Dabei passieren genau die Fehler, die man niemandem vorwerfen kann: der falsche Kontakt, die falsche Steuerkategorie, die doppelte Erfassung.
Das lässt sich vereinfachen. Der Verein arbeitet bereits mit einem KI-Assistenten, der eingehende Belege liest und dem Kassenwart eine Prüfliste vorlegt. Der letzte Schritt — das eigentliche Erfassen in der Buchhaltung — ist bis heute Handarbeit, weil das eingesetzte Programm keine Schnittstelle anbietet. Genau diesen Schritt wollen wir mit Künstlicher Intelligenz vorbereiten lassen.
So funktioniert die KI-Buchhaltung
Kein Autopilot, sondern eine Vorbereitung: Die KI nimmt die Routine ab, der Mensch behält die Kontrolle. Jeder Beleg läuft durch dieselben vier Schritte.
Digitaler Eingang
Rechnungen und Gutschriften kommen gebündelt in einem eigenen Kanal des Vereins an — kein Papierstapel.
Automatisches Auslesen
Die KI erkennt Belegart, Empfänger, Belegnummer, Datum, Betrag und Steuersatz und prüft auf Dubletten.
Buchungsfertiger Entwurf
Es entsteht ein Entwurf mit allen Angaben und der Rechnung als Anhang — bereit zum Prüfen.
Freigabe durch den Menschen
Der Kassenwart sieht die Angaben, korrigiert wenn nötig und gibt frei. Erst dann ist der Beleg gebucht.
Was wir suchen: einen Mini-PC
Bevor wir die KI-Buchhaltung in den Echtbetrieb geben, bauen wir sie im Verein in Ruhe auf und testen sie. Dafür brauchen wir genau einen Rechner — kompakt, stromsparend und trotzdem leistungsfähig genug, um Buchhaltung und Belegarchiv zu tragen.
Warum Microsoft unser stiller Partner ist
Kaum ein Verein weiß es. Wir nutzen es längst. Microsoft stellt gemeinnützigen Organisationen sein Programm Microsoft for Nonprofits zur Verfügung: dieselben Werkzeuge, für die Unternehmen viel Geld bezahlen — für Vereine wie uns zu Vereinsbedingungen. Genau das macht aus „das wäre schön“ ein „das machen wir“.
Und hier kommt der Teil, den die meisten übersehen:
- Kein Bastelkeller. Unsere KI läuft nicht auf einem alten Laptop im Vereinsheim, sondern in der Microsoft-Cloud Azure — derselben Infrastruktur, auf der Banken und Konzerne ihre Systeme betreiben.
- In der EU, nach europäischem Recht. Wir setzen Azure AI Foundry in einem europäischen Rechenzentrum ein. Die Daten bleiben in Europa, auf sicheren Microsoft-Servern mit den strengen Auflagen des hiesigen Datenschutzes.
- Ein Budget, das schon da ist. Über das Microsoft-Nonprofit-Programm kostet uns der Betrieb nur einen Bruchteil dessen, was sonst fällig wäre. Profiqualität zum Vereinspreis — so gut wie geschenkt.
- Wir bleiben Herr im Haus. Der Verein entscheidet, was mit seinen Daten passiert, und kann das Projekt jederzeit stoppen. Nichts läuft, was wir nicht auch abschalten können.
Unterm Strich: Wir bekommen die Werkzeuge eines Unternehmens zu den Mitteln eines Vereins. Und der Gewinner ist die Jugendarbeit.
Azure AI Foundry
Rechenzentrum in der EU
Mehr zum Programm: Microsoft for Nonprofits.
Wer dahinter steht
Zwei, die im Verein anpacken — und die beide Erfahrung mit KI aus ihrem Beruf mitbringen.
Projektleitung · 1. Vorsitzender
Thorsten Podlech
Thorsten führt den Verein und ist beruflich als CTO mit KI-Projekten befasst. Er weiß, was ein solches Vorhaben technisch braucht — und wo man es besser bleiben lässt.
Projektleitung · Kassenwart
Stephan Tempel
Stephan ist Kassenwart des Vereins und hat bereits eigene KI-Projekte umgesetzt. Er kennt die Buchhaltung von innen — genau der Blick, den dieses Projekt braucht.
So können Sie helfen
Wenn in Ihrem Betrieb oder in Ihrem Bekanntenkreis ein solcher Rechner übrig ist oder ausgemustert wird, würden wir uns sehr freuen. Wir holen das Gerät ab, kümmern uns um die Einrichtung und die Formalitäten — und melden uns, sobald das Projekt läuft.
Sie haben einen Rechner übrig?
Ein kurzer Anruf oder eine Mail genügt — wir melden uns und klären alles Weitere mit Ihnen.
Stand: Oktober 2026 · Das KI-Projekt befindet sich im Aufbau; über den Fortgang berichten wir hier.